Wer kannte Karl Spilker? – Hinweise zu Karl Spilker aus Braunschweig gesucht

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel sucht nach Information zu dem ehemals in Braunschweig wohnhaften Karl Heinrich Theodor Spilker. Der 1892 in Hildesheim geborene Spilker lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1974 mit seiner Frau Karla Spilker im Klint Nr. 1 im Braunschweiger Magni-Viertel. Er arbeitete unter anderem als Oberkellner in der Gastwirtschaft seiner Mutter Marie Spilker in der Kuhstr. 1.

Die Gestapo Braunschweig verhaftete Herrn Spilker im Juli 1944 in seiner Wohnung. Bis zur Befreiung im April 1945 war er als politischer Gegner des Nationalsozialismus im Arbeitserziehungslager Hallendorf in Salzgitter und im Untersuchungsgefängnis Braunschweig inhaftiert.

Falls Sie weitere Informationen zu seiner Biografie haben, würden wir uns sehr über eine Nachricht freuen. Jeder Hinweis ist willkommen. Auf Wunsch werden alle Informationen vertraulich behandelt. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen der Gedenkstätte stehen Ihnen für Nachfragen gern zur Verfügung, insbesondere Janna Lölke (janna.loelke@stiftung-ng.de).

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel erinnert seit 1990 an die Opfer der Justiz im Nationalsozialismus, an die im Strafgefängnis Wolfenbüttel Hingerichteten und Inhaftierten sowie an die Rolle der Justiz bei der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Mordpolitik. Das Strafgefängnis war Teil eines vernetzten Systems von Haftanstalten, das über die ehemaligen Reichsgrenzen hinausreichte. Diese Vernetzung bis in die von Deutschland besetzten Gebiete unterstreicht die europäische Dimension des heutigen Erinnerungs- und Bildungsortes.

Zurzeit wird die Gedenkstätte grundlegend umgestaltet und erweitert. An diesem Projekt arbeitet ein Team aus Historiker_innen, Kultur- und Politikwissenschaftler_innen. Im Zuge der Neugestaltung wird das ehemalige Hinrichtungsgebäude als Gedenkort neu erschlossen und saniert sowie eine der ehemaligen Todeszellen im Hafthaus I („Graues Haus“) zugänglich gemacht. Im Bereich der ehemaligen Gemeinschafts- und Arrestzellen wird ein Ausstellungs- und Lernangebot entwickelt. Ein Neubau mit einer neuen Dauerausstellung zum Thema Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus schließt die Neugestaltung der Gedenkstätte ab.

Kontakt:

Neugestaltungsprojekt der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Rennelbergstraße 11
38114 Braunschweig
Tel.: +49 (0) 531 – 488-1696
Fax: +49 (0) 531 – 488 1607
Janna.loelke@stiftung-ng.de
wolfenbuettel.stiftung-ng.de
blog.neugestalten-gwf.de

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe!

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