Martina Staats und Dr. Kerstin Klein bei der Besichtigung der Zelle 27 im Hafthaus I (“Graues Haus”). Foto: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel/ Stefan Wilbricht

Restauratorische Untersuchung der historischen Gebäude

Bei einer Begehung der historischen Gebäude der Gedenkstätte mit Dr. Kerstin Klein und Antje Graumann vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege wurden die restauratorischen Maßnahmen im Rahmen der Neugestaltung geplant. Sowohl das ehemalige Hinrichtungsgebäude, als auch eine frühere Todeszelle sowie jeweils eine Gemeinschaftshaft- und Arrestzelle sollen von Restauratoren auf Wandinschriften von Gefangenen, Farbschichten und andere Nutzungsspuren untersucht werden.

„Da findet man bestimmt was – aber ob es das ist, was wir uns erhoffen?“

– so die vorläufige Einschätzung der Spezialistin für Wandmalereien, Architekturoberflächen und Stuck, Dr. Kerstin Klein, während der Begehung. Bei der restauratorischen Untersuchung werden im abgedunkelten Raum zunächst alle Wände mit Streiflicht und UV-Licht ausgeleuchtet. Zur Analyse von Farbschichtfolgen werden anschließend an vorab definierten Stellen Farbschnitte angelegt. Inschriften könnten dort gefunden werden, wo niemand kontrollierte bzw. wo nachträglich wenig Farbe aufgetragen wurde. In ehemaligen Haftzellen beispielsweise am Standort von Pritschen oder an Wänden, die hinter Heizungen liegen. Zudem beinhaltet die denkmalpflegerische Bauuntersuchung die Einordnung von vorhandenen Einbauten wie Fenstergitter, Flügelfester und Zellentüren zu bestimmten Bauphasen.

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Grundriss des ehemaligen Hinrichtungsgebäudes vom Hochbauamt Wolfenbüttel, 1948. Foto: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel / Stefan Wilbricht

 

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