Holzgeschnitzte Figur aus dem Nachlass des norwegischen NN-Gefangenen Wilfred Jensenius. Im Sommer 2015 an die Gedenkstätte übergeben. (Foto : Anett Dremel/Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel)

Zeitzeugen und Angehörige gesucht

„Ich möchte Sie bitten, die Neugestaltung der Gedenkstätte zu unterstützen, bereits vorhandene Kontakte aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen. Auf diese Weise sollen die Erforschung der Geschichte der Justiz im Nationalsozialismus weitergeführt werden und die Erinnerung an einzelne Lebensgeschichten ermöglicht werden.“

Frauke Heiligenstadt – Niedersächsische Kultusministerin

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel sucht nach Fotos, Gegenständen, Dokumenten und Aufzeichnungen zur Geschichte des Strafgefängnisses Wolfenbüttel aus der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Zeit davor und danach.

Waren Sie oder ein Angehöriger von Ihnen in Wolfenbüttel inhaftiert? Haben Sie Kontakt zu Überlebenden und ehemaligen Inhaftierten? Haben Sie oder ein Angehöriger von Ihnen in der Strafanstalt gearbeitet?

Waren Sie selbst oder ein Angehöriger von Ihnen in einem Betrieb tätig, in dem auch Gefangene aus Wolfenbüttel arbeiten mussten? Haben Sie Informationen zum Strafgefängnis Wolfenbüttel zur Zeit des Nationalsozialismus, insbesondere in der Kriegsphase seit 1939 sowie zu der Zeit nach dem unmittelbaren Kriegsende?

Die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel erinnert seit 1990 an die Opfer der Justiz im Nationalsozialismus, an die im Strafgefängnis Wolfenbüttel Hingerichteten und Inhaftierten sowie an die Rolle der Justiz bei der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Mordpolitik. Das Strafgefängnis war Teil eines vernetzten Systems von Haftanstalten, das über die ehemaligen Reichsgrenzen hinausreichte. Diese Vernetzung bis in die von Deutschland besetzten Gebiete unterstreicht die europäische Dimension des heutigen Erinnerungs- und Bildungsortes.

Bis 2018 wird die Gedenkstätte grundlegend umgestaltet und erweitert. An diesem Projekt arbeitet ein Team aus Historiker_innen, Kultur- und Politikwissenschaftler_innen. Im Zuge der Neugestaltung wird das ehemalige Hinrichtungsgebäude als Gedenkort neu erschlossen und saniert sowie eine der ehemaligen Todeszellen im Hafthaus I („Graues Haus“) zugänglich gemacht. Im Bereich der ehemaligen Gemeinschafts- und Arrestzellen wird ein Ausstellungs- und Lernangebot entwickelt. Ein Neubau mit einer neuen Dauerausstellung zum Thema Justiz und Strafvollzug im Nationalsozialismus schließt die Neugestaltung der Gedenkstätte ab.

Die Mitarbeiter_innen der Gedenkstätte stehen Ihnen für Anregungen und Hinweise gerne zur Verfügung. Jeder Hinweis ist willkommen. Auf Wunsch werden alle Informationen vertraulich behandelt.

Im Namen meiner Kolleg_innen bedanke ich mich für Ihre Mithilfe !

Martina Staats
(Leiterin der Gedenkstätte)

 

Kontakt: Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel
Ziegenmarkt 10
D – 38300 Wolfenbüttel
Tel.: +49 (0) 5331 – 807-343
Fax: +49 (0) 5331 – 807-871
wolfenbuettel@stiftung-ng.de
http://wolfenbuettel.stiftung-ng.de

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